Der Gehaltscheck

Was verdient man in deinem Beruf?

Die Zahlen kommen aus der amtlichen Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Und bei jedem Wert steht dabei, ob er von dort stammt oder von uns gerechnet ist.

Beruf eintragen, Region wählen, Berufsjahre angeben. Der Gehaltscheck sucht die passende amtliche Vergleichsgruppe, zeigt ihre Spanne und liest daraus deinen Marktwert ab. Trägst du dein heutiges Gehalt dazu, siehst du den Abstand in Prozent.

Der Gehaltscheck gehört zu Pro. Die Schranke sitzt auf dem Server: ohne Pro-Konto gibt es weder ein Formular noch eine Zahl zu sehen.

Drei Werte sind amtlich, der vierte ist gerechnet

Wie sich die Gehälter verteilen

  • Unteres Viertelamtlich
  • Medianamtlich
  • Oberes Viertelamtlich
  • Oberes Zehntelmodelliert

Die Marke steht auf der Karte selbst, nicht in einer Fußnote. Unter dem Diagramm wiederholt die Auswertung sie ausgeschrieben.

  1. Beruf eintragen

    Du tippst deine Rolle als Freitext. Der Check sucht dazu den amtlichen Beruf und zeigt dir immer an, welche Vergleichsgruppe er genommen hat. Kennt die Statistik den Begriff nicht, bekommst du Vorschläge statt einer Fehlermeldung.

  2. Region wählen

    Deutschland gesamt oder eines der 16 Bundesländer. Liegen zu deinem Land keine Werte vor, weicht die Auswertung auf den Bundeswert aus und schreibt genau das über die Zahlen.

  3. Marktwert ablesen

    Deine Berufsjahre bestimmen, an welcher Stelle der amtlichen Spanne du stehst. Heraus kommt ein Jahresbrutto, dazu die Verteilung, der Vergleich der Regionen und, wenn du willst, der Abstand zu deinem heutigen Gehalt.

Datengrundlage

Woher die Zahlen kommen

Jobvin führt keine eigene Gehaltsdatenbank und bildet auch keinen Durchschnitt aus dem, was Nutzer eintragen. Die Werte stammen aus dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit und werden in der Auswertung mit Quelle genannt.

  1. Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit

    Grundlage ist das Bruttomonatsentgelt von Vollzeitbeschäftigten aus der amtlichen Beschäftigungsstatistik. Nicht aus Selbstauskünften, nicht aus Stellenanzeigen, nicht aus Umfragen.

  2. Vergleichsgruppe statt Jobtitel

    Deinen Freitext ordnet der Check einem amtlichen Beruf zu und daraus dem fünfstelligen Schlüssel der Klassifikation der Berufe. Welche Gruppe getroffen wurde, steht immer über den Zahlen - eine stille Fehlzuordnung wäre schlimmer als eine sichtbare.

  3. Region ist eine eigene Achse

    Zur Auswahl stehen 17 Regionen: Deutschland gesamt und die 16 Bundesländer. Für jede fragt der Check dieselbe Vergleichsgruppe neu ab. Der Regionsvergleich ist damit ein echter Vergleich und keine Hochrechnung aus einem Bundeswert.

  4. Wenn die Statistik nichts hergibt

    Liegt zur Region nichts vor, antwortet die Quelle bundesweit. Der Hinweis darauf steht dann über der Auswertung und bleibt auch nach dem Neuladen stehen, weil er in der gespeicherten Zeile mitläuft. Gibt es zum Beruf gar nichts, endet der Check - ein Nachbarberuf wird nicht ersatzweise genommen.

Die vier amtlichen Anforderungsniveaus
  • Helfer
  • Fachkraft
  • Spezialist
  • Experte

Das Niveau steckt in der fünften Stelle des Berufsschlüssels und ist damit durch den Beruf festgelegt. Es ist nichts, was du daneben einstellst, und deine Berufsjahre verschieben es nicht.

Die Fallzahl steht dabei

Über jeder Verteilung steht, auf wie vielen Beschäftigten sie beruht. Liegt die Zahl unter 1.000, weist die Auswertung ausdrücklich auf die dünne Datenbasis hin, statt die Werte so scharf aussehen zu lassen wie bei einem Massenberuf.

Rechenweg

Was wir aus den Zahlen rechnen - und was nicht

Die amtliche Statistik liefert zu einer Vergleichsgruppe genau drei Werte: unteres Viertel, Median und oberes Viertel. Alles, was du darüber hinaus siehst, ist daraus modelliert. Das ist kein Kleingedrucktes, sondern steht an jeder einzelnen Zahl.

  1. Die Kurve ist ein Modell mit Namen

    Aus den drei Werten passt der Check eine Log-Normal-Verteilung an: der Median setzt die Mitte, der Abstand zwischen unterem und oberem Viertel die Streuung. Das Histogramm zeichnet zehn Balken über diese Kurve, auf schmalen Bildschirmen neun - dann neu gerechnet und nicht einfach einer weggeblendet. Ein versteckter Balken wäre stillschweigend eine andere Verteilung.

  2. Gerundet wird sichtbar

    Der Marktwert steht auf volle 100 Euro Jahresbrutto gerundet da, die Balkengrenzen auf volle 1.000 Euro. Die Balkenhöhen sind auf den höchsten Balken normiert: absolute Dichtewerte sähen nach einer Genauigkeit aus, die drei Stützstellen nicht hergeben.

  3. Zwölf Monatsgehälter sind eine Konvention

    Die Quelle liefert Monatswerte. Auf das Jahr rechnet der Check mit zwölf Gehältern hoch, ohne Boni und ohne Sonderzahlungen. Das steht als Fußnote unter dem Betrag, weil es eine Annahme ist und keine Statistik.

  4. Was der Gehaltscheck nicht ist

    Er sagt nicht voraus, was dein nächster Arbeitgeber zahlen wird. Er kennt weder das Unternehmen noch die Branche noch einen Tarifvertrag, und von Zusatzleistungen weiß er nichts. Er sagt, was in deiner amtlichen Vergleichsgruppe in deiner Region gezahlt wird. Alles Weitere verhandelst du.

Deine Berufsjahre verschieben dich innerhalb der Spanne
  1. unter 2 Jahren · Einstieg20. Perzentil
  2. 2 bis 4 Jahre · erste Jahre35. Perzentil
  3. 5 bis 8 Jahre · erfahren50. Perzentil
  4. 9 bis 14 Jahre · sehr erfahren65. Perzentil
  5. ab 15 Jahren · Spitzenfeld75. Perzentil

Das Anforderungsniveau steckt schon im Beruf. Erfahrung darf es kein zweites Mal verschieben - sie bestimmt nur, an welcher Stelle der Spanne dein Marktwert abgelesen wird. Fünf Stufen, fest im Produkt hinterlegt:

Und wo nichts zu rechnen ist, rechnen wir nicht

Zu manchen Berufen liefert die Statistik nur den Median. Dann fallen unteres Viertel, Median und oberes Viertel auf denselben Wert zusammen, und aus einem einzigen Punkt lässt sich keine Verteilung anpassen. Genau dann verschwindet der ganze Verteilungsabschnitt samt Histogramm und oberem Zehntel, an seiner Stelle steht ein Satz, und dein Marktwert bleibt schlicht der Median. Das ist die unbequeme Antwort. Jede andere wäre geraten.

Deine Position

Dein Gehalt einordnen

Dein heutiges Gehalt ist eine freiwillige Angabe. Trägst du sie ein, rechnet der Check den Abstand zum Marktwert aus. Lässt du sie weg, entfällt der Vergleich ersatzlos - kein leerer Rahmen, kein „unbekannt".

  1. Der Abstand in Prozent, sachlich formuliert

    Gerechnet wird der Abstand als Anteil des Marktwerts, nicht deines eigenen Gehalts. Liegen beide höchstens drei Prozent auseinander, heißt das schlicht: du liegst im Marktkorridor. Darüber und darunter steht eine Zahl und ein Satz, der eine Verhandlungsdistanz benennt, statt eine Warnung auszusprechen.

  2. Dein Gehalt steht in keinem Lebenslauf

    Die Angabe liegt in deinem Stammprofil an einer eigenen Stelle, bewusst getrennt von deinen persönlichen Daten. Von dort würde sie sonst in Lebenslauf-Dokumente und PDF-Exporte wandern. Leerst du das Feld, ist der Betrag gelöscht - ein leeres Feld heißt gelöscht und nicht „null Euro".

  3. Dieselbe Rolle in allen 17 Regionen

    Unter der Verteilung stehen Deutschland gesamt und die 16 Bundesländer nebeneinander, nach Median sortiert. Ein Klick rechnet die ganze Seite auf diese Region um. Regionen, für die die Quelle bundesweit ausgewichen ist, sind als solche markiert - sonst stünden zwei Länder mit demselben Wert da, als wäre er ihrer.

  4. Deine letzten Checks bleiben vergleichbar

    Die zwanzig neuesten Berechnungen bleiben als Verlauf stehen, mit dem prozentualen Abstand zur jeweils älteren Zeile; ältere räumt das System beim Speichern ab. Den Marktwert selbst speichert Jobvin nicht: er wird aus den gespeicherten Rohwerten jedes Mal neu gerechnet, damit später nicht zwei Wahrheiten nebeneinanderstehen.

Wie sich die Gehälter verteilen
Marktwert
  1. Oberes Viertel
  2. Median
  3. Unteres Viertel

Modellierte Verteilung auf Basis von unterem Viertel, Median und oberem Viertel - die amtliche Statistik liefert diese drei Werte, nicht die ganze Kurve.

Ins Gespräch

In die Gehaltsverhandlung mitnehmen

Aus dem fertigen Check kannst du dir Verhandlungsargumente erzeugen lassen. Sie laufen nicht von selbst an, sondern erst auf Klick - und sie halten sich an Regeln, die im Produkt festgeschrieben sind.

  1. Drei bis fünf Sätze, wörtlich verwendbar

    Jedes Argument ist ein Satz in der Ich-Form, das Ergebnis zuerst. Lieber drei starke als fünf, von denen zwei aus Floskeln bestehen.

  2. Jeder Punkt sagt, worauf er beruht

    Ein Argument stammt entweder aus deinem Profil, aus der amtlichen Statistik, oder es ist reine Gesprächstechnik. Welches davon, steht am Punkt selbst und nicht in einer Sammelfußnote darunter.

  3. Beträge nur als Spanne oder als Anker

    Zur Wirkung eines Arguments steht eine Spanne oder der Hinweis „Verhandlungsanker", nie ein exakter Einzelbetrag, den niemand herleiten kann. Die Zielspanne kommt aus der Statistik und nicht aus dem Bauch.

  4. Nichts wird dazuerfunden

    Argumente entstehen nur aus dem, was wirklich in deinem Profil steht. Die Zahlen dahinter holt sich der Server aus deinem gespeicherten Check, nie aus dem, was der Browser mitschickt.

Wechselst du die Region, sind sie weg

Argumente nennen den Median und den Namen ihrer Region. Klickst du im Regionsvergleich auf eine andere, verschwinden sie: sie stehen zu lassen hieße, sie als die der neuen Region auszugeben. Fünf Läufe am Tag sind drin.

Wie du daraus eine Zahl machst, die du im Gespräch nennst, und was du auf die üblichen Einwände antwortest, steht ausführlich im Ratgeber: Gehaltsvorstellung formulieren.

Häufige Fragen

Woher kommen die Gehaltsdaten?

Aus dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit. Zugrunde liegt das Bruttomonatsentgelt von Vollzeitbeschäftigten, aufgeschlüsselt nach dem fünfstelligen Schlüssel der Klassifikation der Berufe, dem darin enthaltenen Anforderungsniveau und der Region. Jobvin führt keine eigene Gehaltsdatenbank und wertet keine Angaben anderer Nutzer aus. Deinen Freitext ordnet der Check über das Berufenet der Bundesagentur einem amtlichen Beruf zu und zeigt dir immer an, welche Vergleichsgruppe getroffen wurde.

Was kostet der Gehaltscheck?

Er gehört zu Pro. Die Schranke sitzt serverseitig: ohne Pro-Konto liefert die Seite gar kein Formular, und der Rechenweg kommt im Browser erst gar nicht an. In Pro sind bis zu 20 Berechnungen am Tag drin und bis zu fünf Läufe für die Verhandlungsargumente - Grenzen, die es nur gegen Missbrauch gibt. Was Pro sonst enthält, steht auf der Preisseite.

Wird mein Gehalt gespeichert?

Nur wenn du es einträgst. Dann liegt es in deinem Stammprofil an einer eigenen Stelle, bewusst getrennt von deinen persönlichen Daten, damit es nicht in Lebenslauf-Dokumente und PDF-Exporte gerät - in keinem erzeugten Dokument taucht es auf. Leerst du das Feld, ist der Betrag gelöscht. Von jeder Berechnung bleiben die amtlichen Rohwerte, dein Beruf, deine Region und deine Berufsjahre stehen, und zwar die neuesten zwanzig; der errechnete Marktwert wird bewusst nicht gespeichert.

Warum fehlt bei manchen Berufen die Verteilung?

Weil die Statistik zu dieser Vergleichsgruppe nur den Median hergibt. Unteres Viertel, Median und oberes Viertel sind dann derselbe Wert, und aus einem einzigen Punkt lässt sich keine Kurve anpassen. Statt eine Streuung zu erfinden, entfällt der Abschnitt mit Histogramm und oberem Zehntel, und dein Marktwert bleibt der Median. Dasselbe Prinzip gilt für Regionen: liegt zu deinem Bundesland nichts vor, siehst du bundesweite Zahlen mit einem Hinweis darüber statt einer regionalen Zahl, die es nicht gibt.

Schlag nach, was deine Arbeit wert ist

Beruf, Region, Berufsjahre - mehr braucht die Rechnung nicht. Und was danach auf dem Schirm steht, ist entweder amtlich oder als modelliert gekennzeichnet.

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