Was der Tracker festhält
Jede Anzeige, die du prüfst, wird zu einem Eintrag. Festgehalten wird das, was du später wirklich wieder brauchst: beim Nachfassen, im Gespräch und beim Nachweis.
Firma, Stelle, Ort und Link
Unternehmen, Stellenbezeichnung, Arbeitsort und die Adresse der Anzeige. Kommt die Stelle aus der Job-Börse, stehen diese Angaben schon drin; bei eingefügtem Anzeigentext ergänzt du sie einmal und musst sie nie wieder suchen.
Das Bewerbungsdatum
Sobald ein Eintrag zum ersten Mal auf „Beworben" steht, hält der Tracker den Tag fest. Er wird genau einmal gesetzt und danach nicht mehr überschrieben, auch wenn du den Stand später weiterziehst. Genau dieses Datum trägt hinterher den Nachweis.
Neun Stände statt „läuft noch"
Bewertet, Beworben, Antwort erhalten, Interview, Angebot, Absage, Verworfen, Übersprungen, Erledigt. Den Stand wählst du direkt am Eintrag; das Board sortiert ihn in die passende Spalte, die Listenansicht zeigt alles untereinander.
Die Passung als Note
Einträge aus dem Stellencheck bringen eine Bewertung von 1 bis 5 mit. Danach kannst du sortieren und filtern, statt der Reihe nach abzuarbeiten, was zufällig oben liegt.
Notizen zur Bewerbung
Ein Freitextfeld je Eintrag: der Name der Ansprechperson, was im Telefonat besprochen wurde, welches Gehalt im Raum stand. Alles, was drei Wochen später niemand mehr zusammenbekommt.
Gesprächstermine
Datum und Uhrzeit, die Art (vor Ort, Video oder Telefon), Ort oder Einwahllink und eine Notiz. Den Termin lädst du als Kalenderdatei herunter und legst ihn in deinen eigenen Kalender.
Jedes Nachfassen
Wann du nachgefasst hast, über welchen Weg (E-Mail, LinkedIn, Telefon oder Portal) und was dabei herauskam. So steht beim nächsten Mal nicht wieder dieselbe Frage im Raum.
Die passenden Unterlagen
Lebenslauf, Anschreiben und Deckblatt, die du für diese Stelle zugeschnitten hast, hängen am Eintrag. Du findest sie wieder, ohne dich durch einen Ordner voller Dateinamen mit „final" zu klicken.
- Firma, Stelle, Ort und Link
- Das Bewerbungsdatum
- Neun Stände statt „läuft noch"
- Die Passung als Note
- Notizen zur Bewerbung
- Gesprächstermine
- Jedes Nachfassen
- Die passenden Unterlagen
Vier Zahlen über allem
Über den Spalten steht eine schmale Leiste: wie viele Bewerbungen gerade laufen, wie viele Gespräche heute anstehen, wie viele Nachfass-Aktionen fällig sind und wie deine Bewertungen im Schnitt ausfallen. Das ist der Blick, für den du in einer Tabelle jedes Mal nach unten scrollst.
Erinnerung ans Nachfassen
Zwischen dem Abschicken und der ersten Rückmeldung liegt oft nichts: kein Datum, keine Aufgabe, kein Anstoß. Der Tracker rechnet deshalb für jeden Eintrag aus, wann Nachfassen dran wäre, und markiert ihn, sobald es so weit ist.
Nach dem Abschicken
Die erste Erinnerung kommt sieben Tage nach dem Bewerbungsdatum, die nächste eine Woche später. Nach dem zweiten Nachfassen gilt der Faden als kalt, und der Eintrag hört auf, dich zu erinnern.
Wenn sich das Unternehmen meldet
Eine Rückmeldung ist noch am selben Tag dringend. Bleibt sie länger als drei Tage liegen, markiert der Tracker den Eintrag als überfällig.
Nach dem Gespräch
Am Tag nach dem Vorstellungsgespräch erinnert dich der Tracker an die kurze Dankesnachricht.
Verschickt wird nichts ohne dich
Es geht keine Nachricht automatisch raus, und schon gar keine aus einer fremden Absenderadresse. Du schreibst aus deinem eigenen Postfach, weil beim Arbeitgeber genau das ankommt. Der Tracker hält nur fest, dass und wie du es getan hast.
- Nach dem Abschicken
- Wenn sich das Unternehmen meldet
- Nach dem Gespräch
Das sind Richtwerte, keine Regeln. Sie sollen dich anstoßen, nicht antreiben. Der Eintrag wird markiert, mehr passiert nicht.
Als Nachweis gegenüber der Agentur für Arbeit
Wer Arbeitslosengeld bezieht, muss seine Eigenbemühungen nachweisen. Der offizielle Begriff dafür lautet „Nachweis von Eigenbemühungen"; im Alltag sagen alle Bewerbungsnachweis. Gemeint ist immer dasselbe: eine Aufstellung, wann du dich wo worauf beworben hast und was daraus geworden ist.
Wie viele Bewerbungen verlangt werden
Eine allgemeingültige Zahl gibt es nicht. Verbindlich ist, was in deiner persönlichen Vereinbarung steht: in der Eingliederungsvereinbarung beim Arbeitslosengeld oder im Kooperationsplan beim Bürgergeld. Dort steht auch, welche Aktivitäten zählen und wann du sie vorlegen musst. Dieses Dokument ist der Maßstab, nicht eine Zahl aus einem Forum.
Diese Seite beschreibt ein Werkzeug und ist keine Rechtsberatung. Was für dich gilt, steht in deiner Vereinbarung; im Zweifel fragst du bei deiner Vermittlungsfachkraft nach.
Was auf dem Nachweis steht
Der Export ist eine Tabelle mit fünf Spalten, darüber ein Kopf mit deinem Namen, deiner Anschrift, dem gewählten Zeitraum und dem Erstelldatum.
Die Stände aus dem Board werden dafür in neutrale Formulierungen übersetzt: aus „Beworben" wird „Bewerbung versandt", aus „Antwort erhalten" wird „Rückmeldung erhalten", aus „Interview" wird „Vorstellungsgespräch". Das Blatt liest sich damit wie ein Dokument für die Akte und nicht wie ein Bildschirmfoto aus einer App.
Zeitraum wählen
Letzter Monat, letzte drei Monate oder ein eigenes Von-bis. Meist deckt sich das mit dem Abstand zwischen zwei Meldeterminen.
Trefferzahl prüfen
Der Tracker zeigt sofort, wie viele Bewerbungen in diesem Zeitraum liegen. Passt die Zahl nicht zu dem, was vereinbart ist, siehst du das vorher und nicht im Termin.
Kopfdaten ergänzen
Name und Anschrift kommen aus deinem Profil. Fehlt die Anschrift, weist dich der Export darauf hin, bevor du ihn abgibst.
Als PDF exportieren
Ein Blatt zum Ausdrucken, Mitnehmen oder Anhängen. Aufgeführt werden nur Einträge mit Bewerbungsdatum: Was du geprüft, aber nie abgeschickt hast, taucht nicht auf.
Was der Export ist und was nicht
Der Export ist deine Aufstellung, nicht das amtliche Formular. Er bringt die Angaben in genau die Form, um die es geht: wann, wo, worauf, mit welchem Ergebnis. Ob deine Vermittlungsfachkraft zusätzlich ein bestimmtes Formular ausgefüllt sehen möchte, klärst du dort. Der Vorteil bleibt derselbe: Du musst am Ende nichts rekonstruieren, weil alles schon beim Bewerben entstanden ist.
- DatumDer Tag, an dem die Bewerbung rausgegangen ist.
- UnternehmenDie Firma aus dem Eintrag.
- StelleDie Bezeichnung aus der Anzeige.
- ArtDer Weg der Bewerbung. Einträge aus dem Tracker entstehen aus Online-Anzeigen und werden deshalb als „Online" ausgewiesen.
- Status und ErgebnisWas aus der Bewerbung geworden ist.
- Zeitraum wählen
- Trefferzahl prüfen
- Kopfdaten ergänzen
- Als PDF exportieren
Für genau diese Aufstellung gibt es erstaunlich wenig Werkzeug. Wer sucht, findet Ratgebertexte und Tabellenvorlagen, die man ein zweites Mal von Hand pflegt: einmal beim Bewerben, einmal am Abend vor dem Termin. Im Tracker fällt der Nachweis nebenbei an, weil das Bewerbungsdatum ohnehin gesetzt wird, sobald du einen Eintrag auf „Beworben" stellst.
Welche Aktivitäten zählen, wie oft du vorlegen musst und was passiert, wenn der Nachweis fehlt: Eigenbemühungen fürs Arbeitsamt richtig nachweisen.